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Fleischkonsum reduzieren: Warum weniger Fleisch zu essen gut für die Gesundheit ist

Lesezeit: 7 Minuten

Immer mehr Menschen setzen sich mit ihrem Fleischkonsum auseinander und denken darüber nach, weniger Fleisch zu essen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) empfiehlt, den Fleischkonsum zu reduzieren. Lesen Sie hier, warum ein maßvoller Fleischverzehr sinnvoll ist, worauf Sie achten sollten und welche Alternativen es gibt.
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Inhaltsverzeichnis

Empfehlungen der DGE zum Fleischkonsum

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) sollten Erwachsene nicht mehr als 300 Gramm Fleisch und Wurst pro Woche essen. Dieser Richtwert reicht aus, um den Bedarf wichtiger Nährstoffe zu decken, sofern die Ernährung durch andere tierische Lebensmittel wie Fisch, Eier, Milch und Milchprodukte ergänzt wird. 

Fleisch ist zweifellos ein geeigneter Lieferant für Eiweiß, Eisen, Selen, Zink und Vitamin B12. Aber: Ein übermäßiger Verzehr von Fleisch und Wurst kann das Risiko für bestimmte Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus Typ 2 erhöhen. Dies ist auf die unerwünschten Bestandteile wie gesättigte Fettsäuren und Cholesterin zurückzuführen.

Rotes und weißes Fleisch: Was ist der Unterschied?

  • apetito
    Rotes Fleisch stammt von Rind, Schwein, Lamm und Ziege. 
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    Weißes Fleisch ist das Fleisch von Geflügel wie Huhn oder Pute.
Wenn Sie Fleisch und Wurst essen, sollten Sie auf eine abwechslungsreiche Auswahl zwischen rotem und weißem Fleisch achten. Die Abwechslung sorgt für eine gute Nährstoffversorgung bei einem geringen Risiko für Krankheiten.

Tipps für einen gesundheitsbewussten Fleischkonsum

Wer Fleisch und Wurst genießt, sollte auch die Qualität und Zubereitung berücksichtigen. Wir geben Ihnen praktische Tipps, wie Sie Ihren Fleischkonsum gestalten können:

  1. Befolgen Sie die 300-Gramm-Regel: Verteilen Sie diese Menge auf ein bis zwei Portionen Fleisch (jeweils etwa 120 g) und eine Portion mageren Wurstaufschnitt (etwa 30 g) pro Woche. 
  2. Greifen Sie zu fettarmen Varianten: Zu den fettarmen Fleischsorten zählen vor allem Geflügel wie Hähnchen- und Putenfleisch. Bevorzugen Sie magere Stücke wie Filet oder Hüfte. Fettarme Wurstsorten sind zum Beispiel Geflügelwurst, Putenbrust oder Kochschinken.
  3. Setzen Sie auf pflanzliche Lebensmittel: Füllen Sie Ihren Teller vermehrt mit Gemüse. Ergänzen Sie Ihre Ernährung mit Hülsenfrüchten wie Linsen, Kichererbsen oder Bohnen, die hervorragende Eiweißlieferanten und geeignete Alternativen zu Fleisch sind. Auch Nüsse, Samen und Vollkornprodukte liefern wichtige Nährstoffe wie Zink und Eisen.

„Reduce-Remix-Replace“-Strategie

Wer weitere Tipps sucht, dem hilft die sogenannte „Reduce-Remix-Replace“-Strategie, auch 3-R-Strategie genannt. Sie bietet einfache Wege, um den Konsum tierischer Lebensmittel zu reduzieren, ohne dabei auf Genuss und Vielfalt auf dem Teller verzichten zu müssen. Mit den folgenden drei Herangehensweisen lässt sich schrittweise auch der Fleischkonsum verringern:
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    Reduce: Portionsgrößen tierischer Produkte verkleinern
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    Remix: Tierische Produkte mit pflanzlichen Zutaten kombinieren
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    Replace: Tierische Produkte vollständig durch pflanzliche Alternativen ersetzen 

In dieser Strategie finden sich breite Bevölkerungsgruppen wieder – von Personen, die viele tierische Produkte verzehren bis hin zu solchen, die ganz darauf verzichten. Die einzelnen Ansätze bieten jeder Person die Möglichkeit, individuell an ihrer Ausgangssituation anzusetzen.

Flexitarier – die flexiblen Vegetarier

Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, ihren Fleischkonsum zu reduzieren, jedoch nicht vollständig darauf zu verzichten – sie ernähren sich flexitarisch. Dieser Trend zeigt, dass eine pflanzenbasierte Ernährung längst nicht mehr nur ein Nischenphänomen ist, sondern ein fester Bestandteil moderner Esskultur. Wer dauerhaft wenig Fleisch essen möchte, findet in diesem flexiblen Modell einen möglichen Einstieg in eine gesundheitsbewusstere Ernährungsweise.

Zwei-Maenner-und-zwei-Frauen-beim-Mittagessen-in-einem-Restaurant

Fleischersatz: Pflanzliche Alternativen, um den Fleischkonsum zu senken

Pflanzlicher-Hackbraten-mit-buntem-Gemuese-Kartoffeln-und-Sosse
Alternativen für Fleisch eigenen sich besonders, um den Einstieg in eine pflanzenbasierte Ernährung zu erleichtern. Wer sich für Fleischalternativen entscheidet, sollte beim Kauf kritisch das Zutatenverzeichnis sowie die Nährstoffangaben auf dem Etikett prüfen und sich mit den Vor- und Nachteilen von Fleischersatz vertraut machen. Einige pflanzliche Ersatzprodukte enthalten hohe Mengen an Salz, Zucker oder Fett. Achten Sie auf Produkte mit einer ausgewogenen Nährstoffzusammensetzung und einem geringen Gehalt an Zusatzstoffen. Weitere Informationen hierzu finden Sie in unserem Magazinbeitrag Fleischersatz.

Sind Hülsenfrüchte geeignet als Fleischersatz?

Ja, Hülsenfrüchte sind als Fleischersatz eine ausgezeichnete Wahl. Der Handel bietet inzwischen eine große Auswahl an Fleischersatzprodukten auf Basis von Hülsenfrüchten an. Dank ihres hohen Eiweißgehalts sind sie ein wichtiger Bestandteil einer pflanzenbasierten Ernährung. Fleischgerichte lassen sich oftmals ganz einfach durch Hülsenfrüchte ersetzen: Probieren Sie zum Beispiel einmal, Fleischbällchen durch würzige Falafel auszutauschen. 

Die wichtigsten Vorteile von Hülsenfrüchten haben wir übersichtlich für Sie zusammengestellt.

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Fazit: weniger Fleisch ist mehr 

Weniger tierische Lebensmittel und weniger Fleisch zu essen, hat gesundheitliche Vorteile. Tierische Lebensmittel sollten laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) nur etwa ein Viertel des täglichen Speiseplans ausmachen. Das ist deutlich weniger, als die Deutschen tatsächlich im Durchschnitt essen. 

Weniger Fleisch zu essen bedeutet aber nicht, vollständig darauf verzichten zu müssen. Das „weniger“ sollte gleichzeitig einem „besser“ entsprechen, sodass ein geringer Konsum von qualitativ hochwertigen Produkten im Vordergrund einer gesunden Ernährung stehen sollte. 

Wir von apetito fördern eine abwechslungsreiche und pflanzenbasierte Ernährung, wie sie auch von der DGE empfohlen wird. Entdecken Sie die vielfältigen Möglichkeiten einer pflanzenbasierten Ernährung und erfahren Sie mehr über unsere Initiative „Den Tisch gemeinsam bunter denken“. Mit der Initiative sensibilisiert apetito hinsichtlich einer flexitarischen und pflanzenbasierten Ernährung, um durch weniger Fleischkonsum die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen im Rahmen der Ernährung zu fördern.

Artikel vom 01.04.2026