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Von Weizen bis Quinoa: Getreidesorten und verschiedene Getreidearten im Überblick

Lesezeit: 9 Minuten

Ob Weizen, Hafer oder Roggen: Getreide bildet mit Gemüse, Hülsenfrüchten, Obst und Nüssen die Basis einer gesunden Ernährung. Doch was gibt es für Getreidesorten und worin unterscheiden sie sich? In diesem Magazinbeitrag zeigen wir Ihnen unterschiedliche Getreidearten sowie die wichtigsten Unterschiede der einzelnen Getreidesorten. Erfahren Sie außerdem, warum Vollkornprodukte die beste Wahl sind, wie Ballaststoffe unsere Gesundheit unterstützen und was es mit Gluten auf sich hat.
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Die wichtigsten Getreidearten für Ihre Ernährung

Getreide wie Weizen, Hafer, Roggen und daraus hergestellte Produkte wie Brot, Nudeln oder Müsli sind ein zentraler Baustein einer ausgewogenen Ernährung. Blickt man auf die Geschichte des Ackerbaus, so haben sich die Anbaumethoden bis heute stark gewandelt, doch die Landwirtschaft setzt weiterhin auf den Anbau dieser bewährten Energielieferanten. Empfohlen werden täglich – je nach Energiebedarf – fünf Portionen Getreide, Getreideprodukte und Kartoffeln. Eine Portion entspricht knapp 60 Gramm. Das kann eine Scheibe Brot, eine Portion trockene Nudeln oder Reis oder eine kleine Schüssel Getreide sein. Bei Kartoffeln dürfen es 250 Gramm pro Portion sein. Zu bevorzugen sind Getreideprodukte als Vollkornvariante. Sie sorgen für eine längere Sättigung und enthalten mehr Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe als Weißmehlprodukte. Pseudogetreide wie Quinoa, Amaranth oder Buchweizen gehören auch zu dieser Lebensmittelgruppe. Im Folgenden werfen wir einen Blick auf die Merkmale, die verschiedene Getreidearten auszeichnen, und stellen unterschiedliche Getreidesorten genauer vor.

Getreidearten und -sorten: Die Vielfalt der Süßgräser einfach erklärt

Getreide gehört zur Familie der Süßgräser. Dazu zählen bekannte Getreidearten wie Weizen, Hafer und Gerste. Hinter jeder Art verbergen sich verschiedene Getreidesorten. Diese unterscheiden sich zum Beispiel in ihrem Geschmack und den Backeigenschaften. So gehören zu der Getreideart Weizen Sorten wie Dinkel-Weizen oder Hartweizen. Einfach erklärt: Die Getreideart ist wie eine große Familie, die Getreidesorten sind die einzelnen Familienmitglieder.

Gluten – das Klebereiweiß im Getreide

Gluten ist ein Eiweiß, das in verschiedenen Getreidearten wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer und Dinkel vorkommt. Bezeichnet wird es auch als „Klebereiweiß“, da es eine klebrige Konsistenz erzeugt, wenn Getreide zu Teig verarbeitet wird. Dadurch verleiht es dem Teig Elastizität und Stabilität. Es gibt Personen, die gegen das Klebereiweiß eine Unerträglichkeit haben und darauf verzichten müssen – teilweise sogar lebenslang. Pseudogetreide wie Amaranth, Buchweizen und Quinoa können geeignete Alternativen darstellen. Lesen Sie hier alles Wichtige zum Thema Glutenunverträglichkeit.

Die Pseudogetreide: Quinoa, Amaranth und Buchweizen

Sie sind botanisch kein Getreide, werden aber in der Küche als solches verwendet: Die Rede ist von bekannten Vertretern wie Amaranth, Buchweizen und Quinoa. Aus ihnen lassen sich beispielsweise glutenfreies Brot und Gebäck herstellen.
Die Angaben zu den Nährwerten von Pseudogetreide können je nach Quelle erheblich variieren. Dennoch stellt es aus ernährungsphysiologischer Sicht eine interessante und wertvolle Option dar.

Vollkorn: das steckt drin

Bevorzugen Sie Getreideprodukte als Vollkornvariante. Vollkornprodukte werden aus dem vollständigen Getreidekorn, einschließlich der Schale und des Keims, gewonnen. Sie enthalten neben Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen auch Ballaststoffe. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) empfiehlt mindestens ein Drittel der Getreideprodukte als Vollkornvariante zu essen.

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Um Ihren Körper an Vollkornprodukte zu gewöhnen, ist es ratsam, den Umstieg langsam zu gestalten, da eine plötzliche Umstellung zu Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Verstopfungen führen kann. Wichtig dabei ist außerdem, ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen, damit die enthaltenen Ballaststoffe gut aufquellen können. Als Hilfestellung haben wir Ihnen hilfreiche Tipps, um mehr zu trinken zusammengestellt.

Hinweis: Nur wo Vollkorn draufsteht, ist auch Vollkorn drin, da der Begriff rechtlich geschützt ist. Achten Sie beim Einkauf also genau auf das Etikett. Mindestens 90 Prozent des enthaltenen Getreides müssen aus Vollkorn bestehen und dies muss deklariert sein.

Warum sind Ballaststoffe aus dem vollen Korn so wertvoll?

Ballaststoffe sind Kohlenhydrate, die der Mensch nur unvollständig verdauen kann. Sie enthalten keine bis wenige Kalorien und übernehmen wichtige Aufgaben im menschlichen Organismus. Sie sorgen beispielsweise für eine verzögerte Magenentleerung und regen die Darmtätigkeit an, was sich positiv auf die Verdauung auswirkt. Ballaststoffe tragen zu einer langanhaltenden Sättigung bei und können dabei helfen, das Körpergewicht zu halten oder zu senken

Im Dickdarm dienen Ballaststoffe den dort lebenden Mikroorganismen als Nahrung und fördern so deren Wachstum. Mehr zur Wirkung von Ballaststoffen können Sie in unserem Magazinbeitrag „Ernährung und Darmgesundheit“ nachlesen.

Alles auf einen Blick: die wichtigsten Empfehlungen zu Getreidesorten und -arten zusammengefasst

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    Entscheiden Sie sich für Brot aus Vollkorn.
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    Greifen Sie bei Nudeln, Reis und anderen Getreideprodukten zur Vollkornvariante.
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    Damit Ballaststoffe ihre Funktion optimal erfüllen können, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr notwendig. Trinken Sie täglich mindestens 1,5 Liter, vorzugsweise Wasser oder ungesüßte Kräuter- und Früchtetees.
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    Verwenden Sie Mehle mit einer hohen Typenzahl. Diese enthalten mehr Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe.
Artikel vom 18.03.2026