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10.02.2020

Erdnussallergie

Symptome erkennen und sofort handeln

Bei einer Erdnussallergie handelt es sich um eine Nahrungsmittelallergie, bei der die Symptome schon kurz nach dem Kontakt mit dem Allergen auftreten können. Während viele Lebensmittel erst ab einer bestimmten Menge allergische Beschwerden auslösen, können bei einer Erdnussallergie bereits Spuren im Lebensmittel, der bloße Kontakt oder das Einatmen der Erdnussallergene bei Betroffenen schwere allergische Reaktionen hervorzurufen. Eine Erdnussallergie lässt sich nicht ursächlich behandeln. Die einzige Möglichkeit ist der Verzicht auf die allergieauslösenden Erdnüsse.


Erdnussallergiker müssen Erdnüsse konsequent meiden

Die Allergene entfalten ihre krankmachende Wirkung nur bei bereits sensibilisierten Personen. Bei einer nachgewiesenen Erdnussallergie müssen erdnusshaltige Nahrungsmittel konsequent gemieden werden. Hierzu gehören auch Erdnusserzeugnisse wie Erdnussmehl, -eiweiß, -öl, -paste, -soße oder Erdnussmark.
Die Beschwerden sind sehr unterschiedlich und reichen von Hautquaddeln, Juckreiz, Kopfschmerzen, Atemnot bis hin zum Kreislaufschock (=Anaphylaxie). Erdnuss ist ein starkes Allergen, d.h. die Beschwerden können entsprechend stärker ausfallen. In diesem Fall muss sofort der Notarzt verständigt werden.
Da Erdnüsse in einigen Nahrungsmitteln verarbeitet werden oder in Form von möglichen Spuren ungewollt im Laufe der Produktion in das Lebensmittel gelangen können, gestaltet sich die Umsetzung im Alltag gar nicht so einfach. Darüber hinaus verwenden manche Hersteller die Angabe „Kann Spuren von Erdnüssen enthalten“, um auf eine mögliche Kontamination des Produktes mit dem Allergen hinzuweisen. Die Angabe ist rechtlich bisher nicht geregelt und wird vom Hersteller aufgrund der Produkthaftung verwendet. Wenn dieser Satz auf Verpackungen steht, sollten hochgradige Allergiker diese Produkte meiden.
apetito_Magazintext_Symptome bei Erdnussallergie

Betroffene müssen genau über die Zusammensetzung informiert sein

apetito_Magazintext_Schale mit Nuessen
Seit Ende 2014 gilt die Lebensmittelinformationsverordnung (abgekürzt LMIV) europaweit. Die LMIV regelt die Allergenkennzeichnung von verpackten und unverpackten Lebensmitteln, die für den Endverbraucher bestimmt sind und legt fest, dass die 14 häufigsten Auslöser für Allergien kenntlich gemacht werden müssen. Hierzu zählen auch Erdnüsse.

Ist die Erdnuss eine Nuss?

Die Erdnuss zählt botanisch gesehen nicht zu den Nüssen, sondern gehört zu der Familie der Hülsenfrüchte. Erdnüsse liefern hochwertiges Eiweiß und pflanzliche Fette. Eine Ernährung ohne Erdnüsse ist jedoch mit keiner Nährstoffunterversorgung verbunden. Erdnussfreie Alternativen beim Kochen und Backen können Kokosnussraspeln, alle Schalenfrüchte, Samen und Kerne, Mandel- oder Nussmus sowie Reiskräcker sein.
Bekannte Kreuzallergien zu Erdnuss sind allergische Reaktionen auf andere Hülsenfrüchte wie z. B. Sojabohne, Bohnen, Linsen oder Lupinen. Im Einzelfall sind auch Kreuzreaktionen zwischen Erdnüssen oder Nüssen möglich.

In unserem PDF-Ernährung bei Erdnussallergie können Sie noch weitere wissenswerte Informationen zu diesem Thema lesen.


Tipp aus der Ernährungsberatung:

Eine Allergie sollte immer von einem spezialisierten Arzt diagnostiziert und behandelt werden. Zudem sollte mit einer allergologisch spezialisierten Ernährungsfachkraft (Oecotrophologe, Ernährungswissenschaftler, Diätassistent) ein individueller Ernährungsplan und der Umgang mit der Allergie durchgesprochen werden. Umfangreiche Informationen sind auch über den Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB) zu beziehen.

 

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