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Wie Nachhaltigkeit bei apetito systematisch gelebt wird

Nachhaltigkeit ist bei apetito kein zeitlich begrenztes Projekt, sondern ein fester Bestandteil der Unternehmensstrategie und des täglichen Handelns. Das bestätigt auch die erneute Zertifizierung des Standorts Rheine nach dem ZNU Standard „Nachhaltiger Wirtschaften“. Im Rahmen eines mehrtägigen Audits hat der TÜV Rheinland geprüft, wie konsequent Nachhaltigkeit bei apetito in Prozesse, Strukturen und Entscheidungen integriert ist – mit einem klar positiven Ergebnis.
Gruppenfoto von Nachhaltigkeitsbeauftragten des Unternehmens apetito mit einem Auditor nach dem bestandenen ZNU‑Audit am Standort Rheine.
Thomas Reich (Leiter Nachhaltigkeitsmanagement, 2.v.l.) und Sasha Adam (Nachhaltigkeitsmanagerin, 2.v.r.) freuen sich mit Markus Schulte (Health, Safety & Environmental), Auditor Oliver Brendle und dem Nachhaltigkeitsteam Ruth Fislage und Judith Holtrup über die erfolgreiche ZNU Zertifizierung.

Thomas Reich und Sasha Adam, beide Teil des Nachhaltigkeitsteams von apetito, haben den gesamten Prozess der siebten ZNU Zertifizierung eng begleitet. Im Gespräch erläutern sie, welche Fortschritte erreicht wurden, wo Herausforderungen liegen und warum Nachhaltigkeit bei apetito weit mehr ist als ein formaler Nachweis.

 

„Nachhaltigkeit ist bei apetito kein Sonderthema“

Thomas, Sasha – die erneute ZNU Zertifizierung ist gerade abgeschlossen. Was bedeutet dieses Ergebnis für euch persönlich?

Thomas Reich: Natürlich freuen wir uns über das positive Ergebnis. Vor allem bestätigt es uns, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben. Der ZNU Standard schaut sehr genau hin – auf Prozesse, Strukturen und darauf, wie Nachhaltigkeit tatsächlich im Unternehmen verankert ist. Dass wir diese Prüfung nun bereits zum siebten Mal bestehen, zeigt: Nachhaltigkeit ist bei apetito kein Sonderthema, sondern ein wichtiger Bestandteil unseres unternehmerischen Handelns.

Sasha Adam: Für mich ist besonders wichtig, dass das Audit nicht nur Papier bewertet. Es geht darum, wie Dinge im Alltag gelebt werden. Wenn Auditoren in die Produktion gehen oder mit Kolleginnen und Kollegen sprechen, merkt man schnell: Nachhaltigkeit funktioniert nur, wenn viele mitmachen.

Nachhaltigkeit dort, wo sie wirkt: Produktion, Sicherheit, Ressourceneinsatz

Der Auditor hat unter anderem die Produktionsbegehung besonders positiv hervorgehoben. Was läuft dort aus eurer Sicht gut?

Sasha Adam: In der Produktion wird Nachhaltigkeit sehr konkret. Es geht um effiziente Abläufe, einen bewussten Umgang mit Ressourcen – und ganz klar um Arbeitssicherheit. Dass wir hier seit Jahren eine sehr gute LTIF Quote haben, zeigt: Sichere Arbeitsbedingungen und nachhaltiges Wirtschaften gehören untrennbar zusammen. Auch der Auditor hat diesen Punkt herausgegriffen und bestätigt, dass wir im Vergleich zur Branche sehr gut aufgestellt sind.

Thomas Reich: Gleichzeitig spielt das Thema Lebensmittelverschwendung eine große Rolle. Wir arbeiten kontinuierlich daran, Verluste in der Produktion zu vermeiden – durch optimierte Prozesse, bessere Planung und technische Unterstützung. Jeder vermiedene Ausschuss spart Ressourcen, Energie und Emissionen. Nachhaltigkeit entsteht nicht im Bericht, sondern dort, wo täglich gearbeitet wird.

„Den Tisch gemeinsam bunter denken“ – Ernährung als Nachhaltigkeitshebel

Ein Thema, das auch im Audit besonders positiv bewertet wurde, ist die Initiative „Den Tisch gemeinsam bunter denken“. Warum ist sie für apetito so wichtig?

Thomas Reich: Weil Ernährung ein enormer Hebel für Nachhaltigkeit ist. Eine stärker pflanzenbasierte Ernährung leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Klimabilanz und zahlt somit auf unser Net Zero 2040 ein. Uns geht es dabei nicht um Verzicht, sondern um Vielfalt, Genuss und bewusste Entscheidungen. Deshalb passen wir unsere Produkte und Sortimente kontinuierlich an. Ein zentraler Baustein ist dabei Transparenz: Für jedes Produkt im apetito Sortiment stellen wir den Product Carbon Footprint (PCF) zur Verfügung. So schaffen wir eine fundierte Entscheidungsgrundlage – für unsere Kundinnen und Kunden ebenso wie für unsere eigene Weiterentwicklung. 

Sasha Adam: Die Initiative zeigt sehr gut, wie Nachhaltigkeit und Kerngeschäft zusammengehören. Ernährungskompetenz, Klimaverantwortung und Genuss schließen sich nicht aus – im Gegenteil.

Fortschritt mit klaren Zielen 

Der Auditor hob darüber hinaus folgende Nachhaltigkeitsfortschritte hervor:

  •  das klare Bekenntnis zur Science Based Targets initiative (SBTi) mit dem Ziel Net Zero bis 2040,
  • den konsequenten Ausbau der E Mobilität im Fuhrpark und in der Logistik,
  • transparente und weiterentwickelte Lieferantendarstellungen im Rahmen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG),
  • sowie das Betriebsrestaurant EAT, das durch regionale und biologische Produkte, Fairtrade Kaffee und eine hohe Akzeptanz überzeugt.

Nachhaltigkeit umfasst auch soziale Verantwortung

Neben ökologischen Themen wurde auch euer soziales Engagement positiv bewertet. Welche Rolle spielt das für euch?

Sasha Adam: Eine sehr große. Nachhaltigkeit bedeutet für uns auch soziale Verantwortung – innerhalb des Unternehmens und darüber hinaus. Regionale Spenden, Sponsoring oder Projekte wie das Pflegecafé für unsere Kolleginnen und Kollegen gehören genauso dazu wie Klimaziele.

Thomas Reich: Und natürlich die Perspektive der Mitarbeitenden. Eine hohe Beteiligung an Befragungen, sichere Arbeitsbedingungen, eine niedrige Unfallquote und Angebote wie das EAT zeigen, dass Nachhaltigkeit viele Facetten hat – und immer den Menschen im Blick behalten muss. Zum Abschluss: Was macht euch optimistisch?

Sasha Adam: Die vielen Kolleginnen und Kollegen, die das Thema mit Leben füllen. Nachhaltigkeit funktioniert nur gemeinsam.

Thomas Reich: Und die Überzeugung, dass wir als Unternehmen Verantwortung übernehmen können – und wollen. Die erneute ZNU Zertifizierung ist dafür ein starkes Signal, nach innen wie nach außen.

Nachhaltigkeit als kontinuierlicher Prozess

Die erneute ZNU‑Zertifizierung macht deutlich: apetito ist auf einem guten Weg. Nachhaltigkeit wird im Unternehmen nicht nur dokumentiert, sondern aktiv gelebt – in der Produktion, in der Unternehmenskultur und im gesellschaftlichen Engagement. Gleichzeitig bleibt Nachhaltigkeit ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess, der regelmäßig überprüft und weiterentwickelt wird. Genau deshalb sind Audits wie die ZNU‑Zertifizierung für apetito so wertvoll.

Artikel vom 25.03.2026