apetito Magazin

Nachhaltigkeit im Personalbereich bei apetito 

Auf einen Kaffee mit Eike Krull

Nachhaltigkeit und Personalthemen – wie gehört das eigentlich zusammen? Im Interview stellt sich Eike Krull, Hauptabteilungsleiter Personal der apetito AG, unseren Fragen rund um das Thema Nachhaltigkeit. Dabei geht es unter anderem um die Veränderungen durch Corona, Nachhaltigkeitsziele für das Jahr 2022 sowie Vielfalt und Diversität bei apetito.

Eike, stell dich gern einmal vor und erzähl uns, was Mitarbeiterthemen bei apetito eigentlich mit Nachhaltigkeit zu tun haben?

Ich bin Personalleiter der apetito AG für alle Standorte in Kontinentaleuropa exklusive apetito UK. Ich bin seit gut 20 Jahren Personaler aus Leidenschaft und in meinem fünften Jahr bei apetito. In meiner Verantwortung für Human Resources spielt das Thema Nachhaltigkeit in jeder Beziehung eine große Rolle – in allen personalrelevanten Themen wie Mitarbeiterentwicklung, Familienfreundlichkeit, Recruiting, Employer Branding, Kultur der Vielfalt, um nur einige zu nennen.

Für mich bedeutet Nachhaltigkeit die nachhaltige Bindung unserer Mitarbeitenden an das Unternehmen. Dies geschieht über Wertschätzung und eine nachhaltige Ausgestaltung der Rahmenbedingungen für die Beschäftigung bei der apetito AG. Wir möchten ein moderner Arbeitgeber sein, der attraktiv für Menschen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen ist. Unsere Mitarbeitenden sollen Spaß an ihrer Tätigkeit haben und gleichzeitig dabei mithelfen, die Erfolgsgeschichte des Unternehmens weiter zu schreiben.

Die apetito AG bezeichnet sich selbst als Familienunternehmen ist aber inzwischen international in acht Ländern tätig, hat mehr als 11.000 Mitarbeiter weltweit und macht über eine Milliarde € Umsatz. Klingt ziemlich groß…

apetito ist nicht klein. Wir sind aber im Grundgedanken und der Werteorientierung immer ein Familienunternehmen geblieben. Ich nehme es so wahr, dass die Mitarbeitenden von apetito wie eine große Familie sind. Wir sind so groß, dass wir uns nicht mehr alle untereinander kennen können, aber wir teilen die gleichen Werte und das verbindet uns und lässt uns ein Familienunternehmen bleiben. Zudem bringt sich auch die junge Generation der Gründerfamilie Düsterberg stark ins Unternehmen ein und lässt einen spüren, dass hinter apetito eine Familie steht.

Welche besonderen Nachhaltigkeitsziele hat sich apetito für das Jahr 2022 bei den Mitarbeiterthemen gesetzt?

Wir möchten die Mitarbeiterzufriedenheit erstmals an wirklich allen Standorten und stärker bereichsbezogen, differenziert messbar ermitteln. So erhoffen wir uns, noch zielgerichteter Maßnahmen zu initiieren. Außerdem investieren wir in unseren Nachwuchs und beschäftigen aktuell 69 Auszubildende in zehn unterschiedlichen Ausbildungsberufen im apetito AG Konzern. Diese Anzahl möchten wir mindestens halten, besser erhöhen und damit auch einen gesellschaftlichen Ausbildungsbeitrag leisten.

Das vergangene, zweite Coronajahr mit Homeoffice erschüttert bekannte Arbeitsmuster. Wie stellt sich apetito auf diese neuen Gegebenheiten ein?

Wir haben alle Mitarbeitenden aus dem kaufmännischen Bereich zu Beginn der Coronakrise mit dem technischen Equipment für mobiles Arbeiten ausgerüstet. Außerdem haben wir die Rahmenbedingungen geschaffen, um dauerhaftes und hybrides Homeoffice zu ermöglichen. Was wir sicherlich auch in Zukunft nicht möchten, ist ein vollständiges Arbeiten im Homeoffice. Wir sind ein Familienunternehmen und als solches ist uns der persönliche Kontakt zu unseren Mitarbeitenden sehr wichtig. Wir möchten kein anonymer und austauschbarer Arbeitgeber sein und schätzen ein lebendiges Miteinander. 

Aus dem Grund vermehrter Tätigkeit aus dem Home-Office haben wir auch unsere Kommunikationskanäle zu unseren Mitarbeitenden deutlich erweitert und planen weitere Schritte in den kommenden Monaten. Wir möchten zeitnah eine Mitarbeitenden-App launchen, die auf privaten Handys downloadbar ist. Außerdem haben wir die quartalsweise Ausgabe unserer Mitarbeitendenzeitung wieder aufgenommen und möchten so vor allem unsere Mitarbeitenden in den dezentralen Bereichen und den gewerblichen Bereichen besser erreichen.

Der Mangel von Fachkräften trifft auch apetito. Weiterhin steigen die Anforderungen von Arbeitnehmern stetig. Die Vereinbarkeit von Freizeit, Familie und Arbeitsplatz sind wichtiger als je zuvor. Wie begegnet apetito dieser Herausforderung?


Indem wir flexible Arbeitsplatzmodelle anbieten. Speziell in unserer Produktion ist das jedoch nicht immer möglich. Hier arbeiten wir deshalb daran, zukünftig flexiblere Schichtmodelle anbieten zu können. Wir sind stolz darauf, dass wir von unseren Mitarbeitern als sehr familienfreundlich wahrgenommen werden – wir bieten unseren Mitarbeitenden u.a. ein Netzwerk an Tagesmüttern, haben ein Netzwerk zu zahlreichen Kitas, in die wir Mitarbeiterkinder vermitteln können, sowie eine Schwangerschaftsberatung. Zudem wurden wir letztes Jahr vom Bundesministerium für Familie für unser Kinderferienprogramm als Vorzeigeunternehmen ausgezeichnet und erhielten einen Förderbetrag von 10.000 Euro. Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Konzepten, mit denen wir als familienfreundlicher Arbeitgeber neue Akzente setzen können und attraktiv bleiben. 

Wie hält es die apetito AG mit den Themen Vielfalt und Diversität? Was macht das Unternehmen, dass sich jeder bei apetito willkommen fühlen darf? 

Wir bieten für jeden neuen Mitarbeitenden eine Willkommensveranstaltung und eine intensive Einarbeitung an. Besonders in der Einarbeitung möchten wir neuen Kolleginnen und Kollegen das Netzwerken erleichtern und das machen wir vor allem durch den direkten Kontakt.
Dabei spielt es keine Rolle, woher jemand kommt oder welche Hautfarbe, Religion oder Sexualität jemand hat. Ein Beispiel dafür, was wir hier gerade auch Menschen bieten, deren Muttersprache nicht deutsch ist, kann man derzeit bei uns erleben. Unser Standort in Rheine hat nämlich eine starke portugiesische Gemeinde und aus diesem Grund haben wir zuletzt vermehrt Fachkräfte aus Portugal angeworben, denen wir hier Dolmetscher zur Verfügung stellen, kostenlose Sprachkurse anbieten, bei Bank- und Behördengängen unterstützen und aktiv bei der Integration in Rheine begleiten.

Worauf können wir als Unternehmen stolz sein und warum sollten junge Nachwuchskräfte unbedingt bei apetito AG in den Beruf starten?

Wir können stolz darauf sein, dass bei uns Werte wie Fairness, Wertschätzung und Respekt hochgehalten werden und dies nicht nur Floskeln sind. Jeder kann bei uns etwas bewirken, seine Ideen verwirklichen und sich entwickeln. Das zeigen die vielfältigen Geschichten einzelner Mitarbeitenden.


Wie kann man sich als Mitarbeitender bei der apetito AG aktiv ins Unternehmen einbringen und wie sieht die Feedbackkultur aus?

Unsere Feedbackkultur erlebe ich als sehr offen. Unseren Führungskräften ist ein gelebter Dialog mit regelmäßigem Feedback grundsätzlich sehr wichtig – alle Rückmeldungen und Feedback jedes einzelnen Mitarbeitenden werden wertgeschätzt. Das möchte ich nicht nur in meinem eigenen Bereich vorleben, sondern in sämtlichen Gesprächen und Meetings freue ich mich über den aktiven Austausch, Rückmeldungen und das Feedback jedes einzelnen Mitarbeitenden. Weiterhin haben wir auch einen sehr offenen und unterstützenden Betriebsrat, der unseren Mitarbeitenden jederzeit zur Seite steht. Dadurch können wir die täglichen Herausforderungen gemeinsam und konstruktiv lösen. Ich bin überzeugt, dass sich jeder mit seinem Engagement erfolgreich einbringen kann – wenn wir gemeinsam im offenen Dialog bleiben, können unsere Mitarbeitenden und apetito weiter erfolgreich wachsen.

Danke für das Interview, Eike!

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