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17.04.2018

Kuhmilchallergie

Eine weitverbreitete Nahrungsmittelallergie

Die Kuhmilchallergie ist eine der weitverbreitetsten Nahrungsmittelallergien bei Kindern. Häufig verliert sich diese jedoch im Alter des Schuleintritts. In seltenen Fällen leiden auch Erwachsene an dieser Allergie, die dann oft ein Leben lang bestehen bleibt. Wichtig: Die Kuhmilchallergie ist nicht zu verwechseln mit einer Milchzuckerunverträglichkeit, der Laktoseintoleranz.

Verlauf und Symptome der Kuhmilchallergie

Bei einer Kuhmilchallergie reagieren Betroffene auf die in der Milch enthaltenen Eiweiße. Dazu gehören die so genannten Caseine und die Molkeproteine. Welches der Proteine Beschwerden auslöst ist individuell. Nicht jeder Kuhmilchallergiker reagiert auf alle Eiweiße. Das hitzestabile Casein kommt in der Milch aller Tierarten vor und lässt sich auch durch den Kochprozess nicht reduzieren. Molkeeiweißallergiker können hingegen oftmals Ziegen- oder Schafsmilch besser vertragen als Kuhmilch. Dieses Eiweiß ist sowohl artspezifisch, als auch hitzeempfindlich, sodass erhitzte Milchprodukte in der Regel besser bekömmlich sind. Hier gilt also die Devise: Ausprobieren lohnt sich.
Die Symptome bei einer Kuhmilchallergie sind unspezifisch. Dementsprechend lange kann es dauern, bis eine Allergie als solche diagnostiziert wird. Zu den häufigsten Symptomen zählen jedoch Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Blähungen. Aber auch Hautveränderungen, Beschwerden der Atemwege oder des Herz-Kreislauf-Systems können Anzeichen auf eine Kuhmilchallergie sein. Um diese Beschwerden möglichst einzudämmen kann eine Kuhmilchallergie nur mit dem Verzicht auf Mich und Milchprodukte therapiert werden.

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apetito_Magazintext_Milchprodukte

Die Lebensmittelauswahl

 

Milch und Milchprodukte sind reich an hochwertigem Eiweiß, Calcium, Vitamin B2 und Vitamin D. Um eine adäquate Nährstoffversorgung trotz des Verzichtes auf Milch und Milchprodukte sicherstellen zu können, können Betroffenen auf tierische Lebensmittel wie Fleisch, Fisch und Eier zurückgreifen, um den Eiweißbedarf zu decken. Darüber hinaus gelten auch pflanzliche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte und Getreide als gute Eiweißlieferanten. Neben der Eiweißversorgung ist es außerdem wichtig auf die tägliche Calciumzufuhr zu achten. Die Calciumversorgung lässt sich durch Gemüsesorten, wie zum Beispiel Brokkoli, Grünkohl, Fenchel oder Blattspinat decken. Aber auch die Wahl zu einem calciumreichen Mineralwasser (Calciumgehalt von über 300 mg/Liter)
ist empfehlenswert. 
Kleiner Tipp: Für den geschmacklichen Ersatz können spezielle Drinks aus Hafer, Dinkel, Reis, Mandel oder Soja eingesetzt werden.