Wolfgang Gründberg-Lemke im Interview mit apetito

Vater und Elternsprecher
Einen Nachmittag lang durften wir die vierköpfige Familie Grüneberg-Lemke in Jena ganz privat kennenlernen. Das war auch für uns ganz schön spannend. Nicht zuletzt, weil wir Wolfgang Grüneberg-Lemke auf den Zahn fühlen durften: Welche Erfahrungen hat er bisher mit apetito gemacht? Wie schmeckt es Finn (5 Jahre) und Yann (3 Jahre) in der Kita? Und warum weiß er überhaupt so gut über Verpflegungslösungen Bescheid?

Der Umgang mit Herausforderungen

Interview

"Wir haben mit einigen Eltern zusammen probiert und denen hat es auch toll geschmeckt."

Wolfgang Grüneberg-Lemke erzählt
Wie wichtig ist das Thema Essen bei Ihnen zu Hause?

Sehr wichtig. Wir versuchen so oft wie möglich zusammen zu kochen und zu essen. Auch wenn das zeitlich nicht immer ganz so einfach ist.

Macht es einen Unterschied, ob es ein Wochenende oder ein Wochentag ist?


In der Woche wird nur abends gemeinsam gegessen und am Wochenende essen wir alle Mahlzeiten gemeinsam, wenn wir nicht unterwegs sind.
Wer ist der Hauptverantwortliche wenn es um's Kochen geht?

Den gibt’s nicht. Wir kochen zusammen. Und natürlich dürfen sich die Kids auch ab und zu was wünschen. Man darf die Kinder nur nicht zu oft fragen, sonst gibt es immer das Gleiche.

Wie sieht Ihrer Meinung nach das perfekte Menü für Kinder aus?


Das perfekte Menü? Das kann perfekt sein, weil es Dinge sind, die ich gerne esse oder weil es gesund ist. Wenn man die Kombi hinkriegt, ist es optimal. Nachtisch ist auf jeden Fall ganz wichtig. Und die Größe der Portion muss satt machen. 

War bei der Kitasuche für Finn das Essen ein Entscheidungskriterium?

Für uns war die Lage der Kita wichtiger, das kann ich ganz offen so sagen. Natürlich haben wir uns die Kita vorher angeschaut: Was haben wir für ein Gefühl? Welches Konzept? Wie sind die Räumlichkeiten?
Wurde Ihnen auch apetito vorgestellt?

Das war zu dem Zeitpunkt noch gar nicht apetito. Wir haben apetito seit zwei Jahren. Jetzt sind wir in der Verlängerung für's Dritte. 

War Ihnen apetito denn bereits ein Begriff? 

Wenn man sich wenig beziehungsweise nicht beruflich mit Gemeinschaftsverpflegung beschäftigt, kennt man keine Anbieter. Inzwischen kenne ich viele. Das hat mit der Entwicklung zu tun.

Und wie war die Entwicklung? Sind Sie neugierig geworden?

Ja, aber das hatte ganz einfache Gründe. Ich habe mich bereiterklärt Elternsprecher zu werden, da kommt man unweigerlich zu dem Punkt. Elternsprecher müssen – zumindest in Thüringen – den Anbieter bestimmen. Also habe ich mich damit auseinandergesetzt und es gab eine neue Ausschreibung.
 
Durften sie im Laufe des Kennenlernens auch mal probieren? 

Wir haben mit einigen Eltern zusammen probiert und denen hat es auch toll geschmeckt. Das kann man aber nicht auf Kinder runterbrechen, da waren wir uns einig. Trotzdem: Es hat alle Eltern motiviert mitzugehen.

Sind die Kinder zufrieden mit der Wahl ihrer Eltern? Erzählen sie vom Essen in der Kita? 

Erzählen tun sie nicht wirklich. Manchmal ist es schon schwierig zu erfahren, was es überhaupt gab. Mittlerweile geht es aber. Wenn ich selber neugierig bin, dann frage ich.
 

Gab es schon mal Beschwerden?

Nicht, dass ich wüsste. Also von unseren nicht. „Beschwerde“ ist auch ein großes Wort. Vielleicht heißt es mal „Ich wollte heute kein Brot“ aber das ist alles.

Sind Inhaltsstoffe oder Herkunft für Sie oder andere Eltern ein Thema?

Es gibt Eltern, für die ist das ganz wichtig. Aber ich sehe das nicht so eng. Ich habe da ein Grundvertrauen. Wenn man sich mit dem Thema Kita-Essen beschäftigt und merkt, da sind Profis am Werk, dann erwarte ich Vertrauen. Dass ich heutzutage nachvollziehen möchte, wo beispielsweise das Fleisch herkommt, die Fragen finde ich legitim!

Zuletzt die Fragen zum Preis von apetito. Halten Sie diesen für angemessen? 

Ich selber halte es für angemessen. Für das gleiche Geld kann ich im Restaurantbereich nirgendwo Essen kaufen. Und selber in der Einrichtung kochen, in der Vielfalt? Das will ich erst einmal sehen. Wir sind eine größere Mannschaft. Und wir Kita-Elternsprecher halten den Preis alle für vernünftig. Sonst hätten wir uns nicht so entschieden.
 

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