Traditionen rund um Ostern

Es ist wieder so weit: Ostern steht vor der Tür. Wie jedes Jahr verstecken Eltern für ihre Kinder bunte Ostereier oder backen einen leckeren Osterzopf. Doch was steckt hinter diesen Traditionen rund um das Osterfest? Wir haben uns die Bräuche rund um Ostern genauer angeschaut und Antworten auf diese Fragen gefunden.
apetito-Magazin_Kind sucht Ostereier

Was hat der Osterhase mit dem Osterfest zu tun?

Für viele Menschen ist ein Osterfest ohne Osterhasen kaum vorstellbar. Über die Geschichte des lustigen Gesellen auf vier Pfoten gibt es unterschiedliche Erzählungen. Eine besagt, dass früher zu Ostern traditionell ein Brot in Form eines Osterlamms gebacken wurde. Da sich das Brot im Ofen manchmal so verformt hat, dass es aussah wie ein Hase, wird dieser noch heute mit Ostern in Verbindung gebracht. Anderen Erzählungen zufolge steht der Hase im Christentum für Leben und Wiedergeburt. Da wir an Ostern die Wiederauferstehung Jesu feiern, verwendet die Kirche den Hasen als Sinnbild des Osterfestes.

Schon gewusst?

Früher versteckte nicht immer der Osterhase die Ostereier. Je nach Region wurde den Kindern erzählt, dass der Kuckuck oder Hahn die Eier bringt, manchmal sogar der Fuchs. So richtig berühmt wurde der Osterhase erst ab Ende des 19. Jahrhunderts – durch Spielzeugfiguren, Bücher und natürlich den Schokoladen-Osterhasen. 

Warum werden Ostereier bunt gefärbt?

apetito-Magazin_Bunte Ostereier
Im Mittelalter wurde die Fastenzeit sehr ernst genommen. Weder Fleisch noch Eier wurden in dieser Zeit gegessen. Die Hühner haben natürlich trotzdem weiterhin fleißig Eier gelegt. Da diese schnell schlecht wurden und es damals noch keinen Kühlschrank gab, wurden nur die Eier der Karwoche aufbewahrt und gekocht. So blieben sie länger haltbar. 

Die Eier aus der Karwoche galten als besonders heilig. Daher wurden diese am Ostersonntag erst geweiht und anschließend verschenkt oder zum Frühstück verzehrt. Um die Eier von den frischen zu unterscheiden, färbten die Menschen sie rot. Einen ganz entscheidenden Vorteil hat das Eierfärben: Bunte Eier lassen sich besser finden! 

Anleitung: Ostereier mit Lebensmitteln färben

Wir empfehlen das Färben von gekochten Eiern so natürlich wie möglich zu gestalten. Rote Bete, Spinat oder Kurkuma eignen sich besonders gut zum Eierfärben und ersetzen kinderleicht herkömmliche Lebensmittelfarben aus dem Supermarkt. 

1. Die Eier vor dem Kochen mit klarem Wasser und etwas Essig reinigen, dann halten die Farben später besser. Anschließend die Eier kochen, bis sie hart sind (ca. 7 bis 10 Minuten). Unser Tipp: Wir empfehlen weiße Eier, da diese auch helle Farben annehmen können.

2. Je nach gewünschter Farbe die Lebensmittel (rot: Rote Bete, grün: Spinat, gelb: Kurkuma) zu einem Sud aufkochen und für eine Viertelstunde ziehen lassen. Da einige Lebensmittel abfärben, empfiehlt es sich, einen alten Topf zu verwenden. Für eine gleichmäßige Färbung der Eier nach dem Kochen Rückstände aus dem Sud mit einem Sieb entfernen. 

3. Die gekochten Eier in den Sud hineingeben und regelmäßig wenden. Die Eier sollten mindestens 2 cm mit Wasser bedeckt sein. Je nachdem wie lange die Eier in dem Sud verbleiben, nehmen sie die Farbe mehr oder weniger stark an. Es sollten ca. 10 Minuten eingeplant werden. Unser Tipp: Die Eier bereits kurz nach dem Kochen in den Sud geben, dann nehmen sie die Farbe meist noch besser an. 

4. Zusätzlich können kreative Muster auf die gefärbten Eier gemalt werden. Hierfür ein Wattestäbchen in Essig oder Zitronensaft tunken und anschließend auf die gefärbte Eierschale halten. Da die Säure eine Zeit lang einwirken muss, das Wattestäbchen je nach gewünschtem Farbton etwas auf der gewünschten Stelle verweilen lassen.

5. Für den Extraglanz die Eier abschließend mit einem Küchentuch und etwas Speiseöl vorsichtig abstreichen.

Rezept: Osterzopf selbst gemacht

Traditionell zu Ostern essen viele Familien einen Osterzopf. Das süßlich schmeckende Brot ist Ausdruck des Fastenbrechens nach einer 40-tägigen Fastenzeit. Ob zum Frühstück oder nachmittags zum Kaffee – an Ostern kommen wieder süße Leckereien auf den Tisch. Beim christlichen Osterfest gehört das Gebäck aus Hefe einfach dazu.

Zutaten:

  • 600 g Mehl
  • 42 g Hefe
  • 75 g Zucker
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 150 g weiche Butter oder Öl
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • Zum Verzieren: Hagelzucker und Mandelblätter 
apetito-Magazin_Osterzopf

Zubereitung:

Mehl in eine Schüssel sieben. Hefe und Zucker zu der lauwarmen Milch geben und gut verrühren. Die aufgelöste Hefe sowie die restlichen Zutaten zum Mehl hinzufügen. Alles zu einem glatten Teig verkneten und an einem warmen Ort ca. eine Stunde gehen lassen. Dann den Teig in drei gleichgroße Stücke aufteilen und jeweils zu Rollen formen. Nun wird’s kniffelig, denn aus den drei Rollen wird der Zopf geflochten. Anschließend das Backblech mit Backpapier auslegen und den fertigen Zopf vorsichtig auf das Blech legen. Beim Verzieren können auch Kinder fleißig mithelfen. Dazu etwas Milch mit einem Pinsel auf dem Zopf verstreichen und Hagelzucker und Mandelblätter drüberstreuen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C ca. 35-40 Minuten backen – fertig!
Artikel vom 25.03.2024