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29.01.2021

Diäten im Kurzporträt

Die Sache mit dem Gewicht

Mit einer Blitzdiät schnell ein paar Kilo verlieren, bewusst auf einige Dinge verzichten oder einfach gesünder leben: Diese Vorsätze haben viele Menschen. Doch was benötigt unser Körper wirklich, um auf Dauer gesund und fit zu bleiben? Lesen Sie hier, was hinter den verschiedenen Diäten steckt. Die wichtigsten Facts haben wir für Sie zusammengestellt.

 

Diäten im Überblick

Der eine empfiehlt die Low-Carb-Diät, der andere eine Paleo-Diät und weitere propagieren die FdH-Methode. Doch was bedeuten diese Diäten für den täglichen Speiseplan?

Atkins-Diät

Bei der Atkins-Diät wird der Anteil der Kohlenhydrate in der täglichen Ernährung stark reduziert. Stattdessen werden fett- und proteinreiche Lebensmittel in den Speiseplan eingeplant. Diese Diät ist eine extreme Form der Low-Carb-Diät. 

FdH-Diät

Bei dieser Diät werden keine Kalorien gezählt, sondern nur die Hälfte einer Portion gegessen. FdH ist umgangssprachlich die Abkürzung für „Friss die Hälfte“. 

Glyx-Diät

Empfohlen werden Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index wie Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Nüsse, Fleisch und Fisch, Milchprodukte und Eier. Der glykämische Index ist ein Maßstab für die Blutzuckerwirksamkeit von Nahrungsmitteln. Mehr dazu in unserem Magazinbeitrag Glykämischer Index.

apetito_Magazin_Apfel und Donat

Low-Carb-Diät

Bei dieser Ernährungsform wird der Anteil der Kohlenhydrate in der täglichen Ernährung eingeschränkt. „Low Carb“ leitet sich aus dem Englischen ab und bedeutet übersetzt kohlenhydratreduzierte Ernährung. Der Speiseplan besteht hauptsächlich aus Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Eier, Milch und Milchprodukten sowie Gemüse und Nüsse. Erfahren Sie in unserem Magazinbeitrag Low Carb mehr dazu.

Paleo-Diät

Die Paleo-Diät, auch unter dem Namen Steinzeit Diät bekannt, sieht vor, so zu essen, wie vor vielen tausenden Jahren gegessen wurde. Auf dem Speiseplan stehen: Fleisch, Fisch, Eier, Nüsse, Samen, Kräuter und Früchte. Tabu sind: Milch und Milchprodukte, Hülsenfrüchte und Getreide. Erfahren Sie in unserem Magazinbeitrag Vegan, Vegetarisch, Paleo - Ernährungstrends in Deutschland mehr dazu.
 

Die 16:8 Diät

Bei der 16:8 Diät wird acht Stunden wie gewohnt gegessen, in den verbleibenden 16 Stunden wird auf die Nahrungsaufnahme verzichtet und ausschließlich kalorienfreie Getränke wie Wasser, Tee oder schwarzer Kaffee getrunken. Mehr dazu in unserem Magazinbeitrag Fastenarten im Überblick.

Mittelmeer-Diät

Die Mittelmeer-Diät ist eine sehr pflanzenbetonte Ernährung. Auf dem Speiseplan stehen: frisches Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreide, Reis, Kartoffeln, Nudeln, Geflügel, Fisch und Nüsse. Olivenöl oder Rapsöl wird als hauptsächliche Fettquelle verwendet. Sparsam verwendet werden sollten: Milch und Milchprodukte, rotes Fleisch oder Süßigkeiten. Erfahren Sie in unserem Magazinbeitrag Mittelmeerküche nähere Informationen. 

Was sollten Sie bei einer Diät beachten?

apetito_Magazin_Infografik_Darauf sollten sie achten

Im Diäten-Dschungel kann man schnell den Überblick verlieren und nicht alle Diäten eignen sich für jeden. Falls Sie eine Gewichtsreduktion anstreben, erkundigen Sie sich im Vorfeld nach geeigneten Programmen zur gesunden Ernährung und Gewichtsabnahme. 

 

Zeit nehmen und bewusst das Essen genießen

Wer abnehmen möchte, sollte langfristig auf ein verändertes Ernährungs- und Trinkverhalten setzen, gesunde Lebensmittel und Getränke auswählen und sich ausreichend bewegen.

Der beste Weg zum Idealgewicht ist eine dauerhafte Verhaltensänderung, bei der ungünstige Ernährungs- und Lebensgewohnheiten entdeckt, angepasst und verändert werden.

  • Nehmen Sie Ihr Essverhalten unter die Lupe und überprüfen, was, wann und wie viel Sie gegessen haben. 
  • Halten Sie einen festen Tagesrhythmus für die Mahlzeiten ein und essen Sie nur, wenn Sie wirklich Hunger haben. 
  • Gehen Sie nicht hungrig einkaufen und schreiben Sie sich einen Einkaufszettel. 
  • Planen Sie Ihre Mahlzeiten möglichst ausgewogen und abwechslungsreich, so wird ihr Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt.
  • Nutzen Sie eine Diätmethode, die zu Ihnen passt. Suchen Sie sich ggf. professionelle Unterstützung.
  • Reduzieren Sie Ihr Gewicht „gesund“. Das benötigt Geduld und Ausdauer.
  • Zu guter Letzt: „Bewegen bringt Segen“. Achten Sie auf ausreichende Bewegung im Alltag – gehen Sie möglichst viele Wege zu Fuß und fahren Sie, wenn möglich, mit dem Rad anstatt mit dem Auto. 

 

Was ist eigentlich das richtige Gewicht?

Subjektiv gehen die Meinungen dazu auseinander. Übergewicht kann entstehen, wenn über einen langen Zeitraum zu viel Energie in Verbindung mit zu wenig Bewegung aufgenommen wird. Was dabei als „Normalmaß“ bezeichnet wird, kann z.B. mit Hilfe des sogenannten Body-Mass-Index (kurz BMI) berechnet werden. Er berechnet sich aus dem Verhältnis des Körpergewichts in Kilogramm zur Körpergröße in Metern zum Quadrat. Dabei muss berücksichtigt werden, dass der BMI nicht zwischen Fett- und Muskelmasse unterscheidet. Die Bewertung des BMI kann ohne und mit Einbezug des Alters erfolgen. Ohne Altersklassifizierung wird ein BMI zwischen 18,5 und 24,9 als Normalgewicht bewertet, von 25-29,9 als leichtes Übergewicht und bei einem BMI von über 30 spricht man von Übergewicht (Adipositas).

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