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09.05.2019

Low Carb

Die kohlenhydratreduzierte Ernährung


„Low Carb“ leitet sich aus dem Englischen ab und bedeutet übersetzt kohlenhydratreduzierte Ernährung. Im Allgemeinen versteht man darunter eine Ernährungsweise mit einem Verzicht auf Kohlenhydrate. Kohlenhydratarme Diäten gibt es viele: von Aktins-Diät über Paleo oder der LOGI-Methode bis hin zur Glyx-Diät. Einige dieser Diäten verbieten Kohlenhydrate komplett, andere empfehlen eine reduzierte Menge. Aktuell ist die „Low Carb“-Diät eine angesagte Ernährungsform, um sein Gewicht zu reduzieren.

Was steckt hinter „Low Carb“ 

Bei einer kohlendydratarmen Ernährung gewinnt der Körper seine Energie aus Fett oder Eiweiß. Anders als bei einer ausgewogenen Mischkost, bei der die Kohlenhydrate zuerst als Energielieferant genutzt werden. Bei der Ernährungsform „Low Carb“ werden kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Reis, Kartoffeln und Brot komplett gemieden oder nur in geringen Mengen verzehrt.
Ersetzt werden diese Lebensmittel durch eiweiß- und fettreiche Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Milchprodukte, aber auch Gemüse. Gut geeignet sind außerdem Hülsenfrüchte und Nüsse. Bei Low Carb wird meist komplett auf Süßigkeiten, Kuchen und Zucker verzichtet.

Low Carb im Vergleich

  • „Moderate Low Carb“ ist mit 130-225 Gramm Kohlenhydraten pro Tag die Einstiegsvariante
  • Bei der klassischen „Low Carb“ Ernährung werden maximal 130 Gramm Kohlenhydrate pro Tag verzehrt.
  • „Very Low Carb“ ist mit 20-50 Gramm Kohlenhydraten pro Tag die kohlenhydratärmste Form. Man nennt sie auch ketogene Diät. Werden die Kohlenhydrate extrem reduziert, bildet der Körper aus Fettsäuren Ketonkörper, um das entstehende Energiedefizit zu decken.

Fisch, Gemuese und Nuesse liegen auf einem Tisch
Omelette in einer Pfanne mit Champignon Fuellung

Wie gesund ist Low Carb?

Die Datenlage für „Low Carb“ ist nicht eindeutig und die langfristigen Auswirkungen sind bis heute noch wenig erforscht.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt jedoch mindestens 50 Prozent der Nahrungsenergie aus Kohlenhydraten aufzunehmen. Dabei liegt die Betonung auf kohlenhydratreichen Lebensmitteln mit langsamer Blutzuckerwirksamkeit wie beispielsweise Vollkornprodukte.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt einen eingeschränkten Konsum an rasch verwertbaren Kohlenhydraten zur Risikominimierung von Adipositas, Diabetes und kardiovaskulären Krankheiten.
Letztendlich entscheidend ist die Umsetzung in die Praxis!

Unser Tipp: Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte auswählen. Empfehlenswert ist eine pflanzenbetonte, mediterrane Ernährung, mit ausgewählten Vollkornprodukten, Gemüse, Hülsenfrüchte und Nüsse.

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