27.01.2017

Fingerfood als Lösung

Vorteile für Demenz-Patienten

Demenziell erkrankte Personen haben häufig ein Problem mit der Nahrungsaufnahme. In fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung kann es beispielsweise vorkommen, dass die Patienten Gabel und Messer nicht mehr erkennen oder einfach nicht wissen, wie damit umzugehen ist. Statt die Selbstständigkeit aufzugeben und den Betroffenen zu füttern oder die normale Ernährung durch Trinknahrung zu ersetzen, kann die direkte Nahrungsaufnahme von der Hand zum Mund eine Alternative sein, sprich: Fingerfood. Hier erhalten Sie Tipps und Ideen, wie Fingerfood für Senioren aussehen kann.

Wie genau kann Fingerfood aussehen?

Der Vorteil bei Fingerfood ist, dass die Portionen kleiner sind, damit der demenziell Erkrankte nicht überfordert wird. Diese sollte nicht nur mit wenigen Bissen vom Patienten verzehrt werden können, sondern auch die Konsistenz und Optik müssen ansprechend sowie appetitlich angerichtet sein – denn das Auge isst schließlich mit. Sind diese Grundvoraussetzungen erfüllt, können viele Gerichte in Form von Fingerfood serviert werden. Wichtig ist, dass folgende Kriterien berücksichtigt werden, denn Fingerfood bedeutet ferner:

  • nicht zu heiß
  • nicht zu klebrig
  • nicht zu weich oder zu hart
  • nicht zu brüchig

Die Häppchen sollten den Appetit anregen und den Speisenvorlieben der Betroffenen entsprechen. Vor allem demenziell erkrankte Senioren haben häufig einen verminderten Geschmackssinn und essen daher sehr gerne süße Gerichte. „Versüßtes“ Fingerfood ist daher ein geeigneter Appetitanreger. Beispiele dafür sind: Grießpuddinghäppchen oder Mini Brownies. Besonders für jene, die stets unruhig sind und herumlaufen, birgt Fingerfood einen enormen Vorteil. Durch kleine Speisen, welche immer wieder zwischendurch gereicht werden, kann dem erhöhten Energieverbrauch bei viel Bewegung entgegengewirkt werden.

Süßes Fingerfood für Menschen mit Demenz

Wird Fingerfood von Demenzkranken tatsächlich besser angenommen?

Fingerfood als Verpflegungslösung - Ernährung von Senioren

Für Pfleger in Senioreneinrichtungen stellt Fingerfood nicht selten eine Herausforderung dar, da das Essen mit den Fingern für einige Bewohner nicht denkbar ist. Gerade ältere Menschen sollten daher nicht dazu genötigt werden, mit den Fingern zu essen. Entscheidend für die Akzeptanz von Fingerfood ist die Kommunikation zwischen Pflegekraft und Bewohnern. Wenn jemand lieber gefüttert werden möchte, so sollte dieser Wunsch respektiert werden. Andererseits ziehen viele das selbstständige Essen vor. Hierbei sollten Demenzkranke so lange wie möglich unterstützt werden. So bleiben gleichzeitig die Sinne in Übung, denn nicht nur der Geschmackssinn wird durch verschiedene Mahlzeiten gestärkt, sondern auch der Tastsinn. Das Abendbrot beispielsweise wird im Alltag bereits von vielen Menschen mit den Fingern zu sich genommen. Also wieso nicht auch die restlichen Mahlzeiten?

Fingerfood ist mit Blick auf die Verpflegung von Demenz-Patienten ein hilfreicher Tipp von vielen. Weitere Tipps und Tricks in Sachen Ernährung sollen hier in folgenden Artikeln thematisiert werden. Nähere Informationen oder Rezeptbeispiele für Fingerfood-Kreationen können Sie auch bei unseren Ernährungsberatern oder Kundenberatern erfahren.

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